Heraus! – Du musst es dreimal sagen.

Jetzt ist er also da – der Tag, an dem Teile im Osten der Ukraine ihr Referendum abhalten, ob sie sich vom Rest der Ukraine abspalten wollen oder nicht.

Ob man nun Faust mit Slawansk vergleichen kann und Mephistopheles mit Russland, sei dahingestellt. Dennoch scheinen die Ukraine durch eine stärkere Verbundenheit mit Russland mephistophelische Versprechen zu locken, deren langfristige Konsequenzen noch nicht abzusehen sind. Und über die Entscheidung kann gesagt werden, die Ukrainer haben das so gewollt, auch wenn sich laut Medien diejenigen, die gegen eine Abspaltung stimmen würden, zur Wahl nicht trauen.

Die Situation ist weiter undurchsichtig – zu viele Faktoren aus Geschichte und Gegenwart spielen eine Rolle, als dass man als Laie beurteilen könnte, wer nun Recht hat, die EU und Nato, die USA oder Russland. Und wer genau hinter den pro-Russischen Aktivisten steckt, ist auch nicht klar erkennbar, denn alle Seiten werfen sich gegenseitig eine Beeinflussung der jeweiligen Bevölkerung vor.

Die Frage ist nun, ob es die Europäische Union – die 2012 den Friedensnobelpreis bekam und das auch nicht ganz zu Unrecht – schafft, dieser Rolle gerecht zu werden, indem sie sich eigene Fehler eingesteht und dennoch in eindeutiger Haltung auf Russland und auf die pro-Russischen Ukrainer zugeht. Denn in dem Punkt hat Gregor Gysi mit seiner Rede vom 11. Mai 2014 Recht: Dauerhafter Frieden in Europa ist unumgänglich mit einem Frieden mit Russland verbunden.

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